Erfolg mit Advertorials

- Praktischer Leitfaden, um direkt durchzustarten -

Advertorials sind eine Werbeform, bei der rechtliche Punkte zu beachten sind und einige inhaltliche Elemente mehr Erfolg bieten. Laut Google Webmaster-Richtlinien dürfen Advertorials nur nofollow-Links zum Werbepartner enthalten, was in der Praxis aber häufig nicht vorgenommen wird.  Für Linktauschs oder andere Werbung auf redaktionell gepflegten Seiten benötigen die Werbepartner oftmals eigene Advertorial-Texte. Damit Sie diese schnell und einfach erstellen (lassen) können, haben wir Ihnen die wichtigsten Punkte und Tipps zusammengefasst. Auf diese Weise umgehen Sie lange Konversationen mit Kooperationspartnern und erhöhen die Nachhaltigkeit von gesetzten Links.

Schreiben des Textes

Beispiel für ein Advertorial

Für das Schreiben von inhaltlich wertvollen Texten haben wir bereits 39 Tipps zur Content-Erstellung gegeben. Für Advertorials möchten wir auf folgende Schwerpunkte noch einmal gesondert hinweisen.

  • Egal, welche Intention die Textveröffentlichung hat – heutzutage muss der Artikel ansprechend geschrieben sein. Bei Werbetexten werden Sie sich sonst den Unmut der Leser zuziehen, weil diese ungern nur seichte oder unzureichend recherchierte Texte lesen. Bei Veröffentlichungen zur Platzierung von Links erkennt Google mittlerweile die Qualität des Textes.
  • Eine Mindestlänge von 250 Wörtern sorgt dafür, dass sich auch wirklich mit einem Thema auseinandergesetzt wird.
  • Rechtschreibung und Grammatik sollten stimmen, schließlich wollen Sie niemanden durch schlechte Textqualität nerven.
  • Der Text muss zu den sonstigen Inhalten der Domain passen. Gute Advertorials ergänzen die vorhanden Texte um neue Spezialthemen oder andere Denkweisen.
  • Eine Auflockerung des Textes durch Listen, Zwischenüberschriften und/oder Fotos erhöht das Interesse der Leser. Zudem ist es ein Faktor, den automatisierte Verfahren wie Googles Crawler zur Bewertung schnell ermitteln können und im Regelfall positiv bewerten.

Bei Linktausch: Platzieren des Links

Fakt ist: Ein Linktausch entspricht nicht den Qualitätsrichtlinien von Google! Google ist gegen die Platzierung von Links zum reinen Zwecke der Ranking-Steigerungen. Dies wird unter dem Punkt Linktauschprogramme in der Webmaster-Hilfe deutlich erklärt. Wer dennoch Links tauscht, sollte sie also so platzieren, dass sie Algorithmen und menschlichen Ratern nicht gleich sofort negativ ins Auge springen. Dazu hat sich aktuell Folgendes durchgesetzt:

  • Nur ein einzelner Link führt auf das eigene Projekt.
  • Weitere Links dienen zur inhaltlichen Untermauerung des Advertorials und stellen damit eine inhaltliche Bereicherung dar (bestenfalls tut dies auch der Projekt-Link).
  • Sämtliche Links müssen thematisch zu der Domain passen, auf der das Advertorial veröffentlicht werden soll.
  • Money-Keywords („Harte Links“) stehen im Verdacht, ein potenzieller Auslöser für einen Ranking-Abfall bei Pinguin-Updates zu sein.
  • Die Platzierung des Links innerhalb des Textes sollte variieren. Denn natürliche Links sind nicht immer am Anfang eines Textes zu finden, sondern auch mal als Beispiel nach der Einleitung oder als Quelle beziehungsweise weiterführende Info am Ende des Textes.
  • Auch die Art des Linktextes sollte variiert werden. Marken- und URL-Nennungen sind dabei diejenigen Typen, die bei natürlichen Linkprofilen am häufigsten vorkommen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
  • Teilweise wird von der Publikation von Advertorials als Backlink-Strategie gewarnt. Das gilt vor allem, falls z.B. die Tageszeitung die Advertorials in ein einzelnes Verzeichnis oder eine eigene Themenrubrik verfrachtet. Dass es für Google leicht zu erkennen ist, wenn nur ein spezieller Teil einer Website verstärkt ausgehende Links hat, überrascht niemanden.

Bei all diesen Punkten sind sowohl die publizierende Seite als auch die Zielseite des Links potentiell in der Gefahr, abgestraft zu werden, wenn sie auffällige Linkbuilding-Aktivitäten zeigen.

Die Publikations-Plattform betreffend

Klicken Sie hier, um die vollständige Checkliste herunterzuladen.
Checkliste für Advertorials als PDF

Wenn Sie selbst Advertorials publizieren, sollten Sie alle oben genannten Punkte im eigenen Interesse befolgen, beziehungsweise befolgen lassen. Gerne können Sie zum Beispiel auf unseren Artikel hier auf Coseed.de hinweisen, oder die anbei stehende Checkliste an Werbe- und Tauschpartner verschicken.

  • Neben den Advertorials sollte auch werbefreier Content weiterhin publiziert werden, um die Qualität Ihrer Website aufrecht zu erhalten. Auf diese Weise wird der Eindruck einer reinen Linktausch-Domain für Google geschmälert. Manche nutzen ein Verhältnis von Advertorials zu werbefreiem Content von 1:2, andere 2:1. Generell sollten Sie dies aber auch von der Qualität der Advertorials abhängig machen.
  • Haben Linktausch- oder Werbepartner nicht selbst dafür gesorgt, so sollten Sie die Advertorials durch Strukturierung (Überschriften, Nebeninfos, Listen) und Bilder ansprechender gestalten. Auch eine saubere Formatierung zahlt sich aus.
  • Falls Sie mehrere Portale betreiben: Tauschen und verkaufen Sie nicht zu oft mit derselben Person. Da sich diese Person nämlich offensichtlich häufig aus denselben Netzwerken bedient, ist eine Gefahr der Abstrafung groß. Selbst wenn Google dann nicht sofort auch Ihr Netzwerk erkennt: Wenn die Person zu einem späteren Zeitpunkt das Google Disavow Tool nutzt, haben Sie ein Problem. Denn dann liegt gleich ein größerer Teil Ihres Netzwerks offen. Passiert dies mehrfach, hat Google ein eindeutiges Signal und wird Sie Konsequenzen in Form einer Abstrafung – auch manuell möglich – spüren lassen.

Externe Vorgaben für Advertorials

Auch von anderen Seiten existieren mehr oder weniger genau definierte Vorgaben für Advertorials.

  • Da es sich um Werbung im redaktionellen Umfeld handelt, ist eine entsprechende Kennzeichnung notwendig.
  • Laut Google muss bei Werbung jeder Link die Auszeichnung „nofollow“ erhalten, damit ausgeschlossen wird, dass der Link die Rankings steigert.

In der Praxis halten sich viele Betreiber daran, aber viele auch nicht. Je nach Ziel Ihrer Aktivitäten (Linkbuilding für SEO) ist eine Auszeichnung mit „nofollow“ natürlich nicht förderlich. Auch eine Kennzeichnung als „Advertorial“ und „Sponsored Post“ wird vor allem bei Linktausch und –kauf weitgehend vermieden, da Google diese Links vermutlich erkennen kann.


Tags zum Thema: seo , content-marketing , linkbuilding

Martina Kölsch

Martina ist als Online Marketing Managerin bei der mindshape GmbH für verschiedene Bereiche des vielseitigen Themas zuständig. SEO, SEA, Tracking und Conversion Optimierung sind nur ein Teil ihres Alltags, gerne schaut sie sich auch neue und (noch) nicht bekannte Bereiche an. Auch in Ihrer Freizeit testet sie schon einmal an eigenen Projekten, was in der Internetwelt möglich ist. 
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