Content-Marketing mit Pinterest – eine Anleitung

Pinterest gehört mittlerweile zur Social Media Landschaft wie Tumblr oder Twitter,mit steigenden Nutzerzahlen. Hinter dieser Plattform verbirgt sich ein erfolgreiches Konzept: Menschen teilen auf ihrer „Pinnwand“  Bilder von Dingen, die sie interessieren. Andere werden Follower und/oder verbreiten die Bilder wiederum auf ihren eigenen Pinnwänden.
Das Besondere an Pinterest ist der Fokus auf Hobbies und Interessen, gespickt mit How-To’s, Einkaufstipps und mehr. Hier können Unternehmen gut anknüpfen. Wir zeigen Ihnen in dieser Anleitung, wie Pinterest für Ihr Produkt funktionieren kann!

Screenshot der individuellen Startseite von Pinterest
Screenshot von Pinterest Startseite

Ist Pinterest etwas für mich?

Stellen Sie sich zuallererst diese wichtige Frage: Ist Pinterest als Social Media Plattform für Ihr Unternehmen geeignet? Folgende Punkte sollten erfüllt sein:

  • Ihre Zielgruppe bewegt sich auf Pinterest (bitte dabei bedenken: Frauen stellen einen Großteil der Nutzer dar).
  • Ihr Produkt/Ihre Lösung muss durch Bilder darzustellen sein. Hier können Sie sehr kreativ werden!
  • Sie haben Zeit und die Ressourcen, um ansprechendes Bildmaterial (Fotos, Grafiken, Infografiken) zu erstellen.
  • Gilt auch für jegliche andere Nutzung von sozialen Medien: Sie planen eine kontinuierliche und langfristige Nutzung der Plattform.

Account erstellen

Am Anfang steht natürlich die Erstellung eines Accounts. Achten Sie darauf, keine Kürzel oder Nicknamen zu verwenden. Hier geht es um Ihr Unternehmen, also benennen Sie Ihren Account auch so. Am besten verknüpfen Sie Ihren Account mit anderen Social Media Kanälen wie Facebook und Twitter, sowie mit Ihrer Website. Auf diese Weise können sich Interessierte ein umfassendes Bild Ihres Unternehmens machen.

Erste Pinnwände erstellen

Zugegebenermaßen dauert es eine Weile, bis das Pinterest-System komplett klar ist und leider gibt es momentan noch keine richtige Hilfestellung auf Deutsch (Stand: November 2013).

Deshalb hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung: Mit Klick auf den eigenen Namen oben rechts erscheinen verschiedene Funktionen, aus denen Sie „Deine Pinnwände“ auswählen. Dort wiederum gibt es mittig ein Plus inklusive „Pinwand erstellen“ (Randnotiz der Autorin: Die Übersetzung ins Deutsche scheint bei Pinterest etwas hastig durchgeführt worden zu sein…;)), auf das Sie klicken können und somit Ihre erste eigene Pinnwand erstellen.

  • Für die Pinnwand wählen Sie einen möglichst aussagekräftigen, aber auch interessanten Namen, der die später gepinnten Inhalte gut wiedergibt und Neugierde erzeugt.
  • Dasselbe gilt für die Beschreibung.
  • Erstellen Sie nun am besten noch einige weitere Pinnwände zu Ihren verschiedenen Themenclustern.
  • Generell gilt hier, dass Sie Ihrem Thema treu sein sollten. Als Tischlerei ist es z.B. wenig zielführend, wenn Sie eine Pinnwand zum Thema Mode haben – dagegen ist eine Pinnwand im Do-it-yourself-Bereich schon um einiges interessanter!
Screenshot: Pinnwand erstellen bei Pinterest
Screenshot vom Fenster "Pinnwand erstellen"

Befüllung der Pinnwände

Nun gilt es, schöne Inhalte in die Pinnwände einzupflegen. Dabei handelt es sich meist um die thematisch passenden Pins von anderen Nutzern. So sehen die eigenen Pinnwände voll aus, und die anderen „Pinterestler“ werden auf Sie aufmerksam – gut für Ihre eigenen Pin-Beiträge, welche auf diese Weise eher geteilt werden.

Tipps für Ihre Pins

Natürlich sollen im Endeffekt Ihre eigenen Pins im Fokus stehen. Hier einige Tipps, um mehr Pinterestler anzusprechen:

  • Versuchen Sie, Emotionen zu erzeugen. Dafür eignen sich Bilder hervorragend, denn damit erzählen Sie schließlich eine Geschichte um Ihr Produkt herum. Je nachdem, was dargestellt ist, können Farben und weitere Faktoren eine große Rolle spielen.
  • Setzen Sie bei Ihren Pins immer auch einen Link darunter, um Traffic für Ihre Website zu generieren.
  • Kommentieren Sie Ihre eigenen Pins und stellen damit weitere Informationen zur Verfügung.
  • Kommentieren Sie auch die Bilder anderer und erzeugen Sie so Aufmerksamkeit durch Ihr Engagement. Dabei helfen auch Fragen, um eine Diskussion in Schwung zu bekommen.
  • Erstellen Sie auch sogenannte „Group Boards“. Das sind Pinnwände für Gruppen, in denen mehrere Teilnehmer posten können. Dafür laden Sie im Menü der jeweiligen Pinnwand Personen ein, die posten dürfen (z.B. Ihre Kunden, welche Bilder von sich selbst bei Benutzung Ihres Produkts hochladen können). Achtung, die Moderation eines Group Boards kann je nachdem, wie viele Nutzer posten dürfen, sehr zeitintensiv sein.
Screenshot: Bestimmen Sie, wer auf einer Pinnwand etwas veröffentlichen darf.
Screenshot Pinterest "Wer kann pinnen?"

Pinnen - so nicht:

  • Überfordern Sie Ihre Follower nicht! Posten Sie Ihre Pins in angemessenen zeitlichen Abständen.
  • Nur Ihre eigenen Produkte/Lösungen abzubilden ist kontraproduktiv. Nutzen Sie im Rahmen des Content-Marketings die Bandbreite Ihrer Themen voll aus und erzeugen Sie somit interessante Inhalte.
  • Pinterest darf nicht für direktes Marketing, also das unmittelbare Anpreisen und Verkaufenwollen eines Produktes, verwendet werden.

Übrigens: Videos können ebenfalls auf Pinterest veröffentlicht werden!

Pinterest als Plattform für Content-Marketing

Pinterest ist im Prinzip eine Content-Marketing Plattform. Nutzen Sie diesen Dienst also entsprechend und nehmen Sie die Chance wahr, Ihr Unternehmen als Problemlöser/Berater sowie ästhetisch ansprechend darzustellen. So behält Ihre Zielgruppe Ihre Marke positiv in Erinnerung und wird sich bei der nächsten Kaufentscheidung eher für Sie entscheiden.
Wer es hier schafft, beim Betrachter Emotionen zu wecken und die Vorstellungskraft potenzieller Kunden anzukurbeln, kann sich einer erfolgreichen Umsetzung seines Content-Marketings sicher sein.


Tags zum Thema: marketing , content-marketing

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