Content erstellen: 39 Tipps zum Erfolg

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Content erstellen: 39 Tipps zum Erfolg

Wirkungsvollen Content zu erstellen kann nicht jeder. Vermeiden Sie Fehler in Ihren Content-Marketing Kampagnen, die andere vor Ihnen gemacht haben. In dieser umfassenden Liste erfahren Sie die Tipps, die Ihr Content-Marketing erfolgreich machen.

Planung & Aufbau

  1. Content-Marketing hat keine direkten Verkäufe zum Ziel, daher muss der Content in einer werbefreien Zone untergebracht werden. Ansonsten vergraulen Sie sich Besucher, die durch die Werbung und die Verkaufsintention abgeschreckt werden.
  2. Definieren Sie eine klare Zielgruppe, an die sich Ihr später erstellter Content richten soll. Diese Definition wird Ihnen und Ihren Redakteuren im späteren Schritt helfen, den Content ansprechend zu erstellen.
  3. Content-Marketing kann als Magazin, im Blog, als Infobereich und in vielen weiteren Varianten geschehen. Allerdings muss das Aussehen des Blogs passend zum Thema sein. Für die bekannten CMS wie Joomla, TYPO3 und Wordpress sind zahlreiche freie Templates erhältlich, und auch eigene Designs sind mit dem entsprechenden HTML- und CSS-Wissen problemlos möglich.
  4. Es gibt verschiedene Ziele, die mit Content-Marketing erreicht werden können, zum Beispiel Kundenbindung, Steigerung der Markenbekanntheit, Linkbaits oder SEO. Teilweise widersprechen sich diese Ziele allerdings. Anstatt einen Mittelweg zu gehen, muss bereits in der Planung ein primäres Ziel festgelegt werden, damit Sie zielgerichtet arbeiten können.
  5. Insofern das Hauptziel SEO ist, legen Sie genau ein Keyword pro URL fest, auf das in der Content-Erstellung optimiert werden soll.
  6. Planen Sie ein, dass nur ein Teil der Content-Marketing Kampagnen Erfolg hat! Selbst bei Ausmerzung aller Fehlerquellen und Hindernisse sind es immer noch Ihre Besucher, die darüber entscheiden, ob Sie Ihren erstellten Content annehmen. Insbesondere Content mit dem Ziel, Links zu generieren (Linkbaits) hat eine geringere Erfolgsquote.
  7. Planen Sie andererseits aber auch Ressourcen bei Erfolg der Content-Marketing Kampagne ein. Auf soziale Interaktionen muss zeitnah eingegangen werden können, nicht immer hat ein Mitarbeiter dafür automatisch Zeit.
  8. Nutzen Sie einen Redaktionsplan, um Ihre Ressourcen zum Content erstellen und Bearbeiten optimal zu verteilen. (Hier finden Sie eine Excel-Vorlage für Ihren eigenen Redaktionsplan.)
  9. Seien Sie geduldig: Nicht jede Strategie wird sofort von Besuchern akzeptiert. Bei neuen Projekten, insbesondere neuen Domains, können erste „große“ Rankings bei Google mehrere Monate auf sich warten lassen.

Technisches

  1. Achten Sie auf eine angemessene Ladezeit, damit Nutzer nicht während des Ladens wieder abspringen. Tools wie Yahoos YSLOW oder Google Pagespeed geben Ihnen hilfreiche erste Tipps.
  2. Vermeiden Sie weniger gängige Datei-Formate. Bei weniger gängigen Formaten steigt der Anteil derjenigen, die die Inhalte nicht aufrufen können.
  3. Flash kann auf vielen mobilen Geräten nicht dargestellt werden. Ein Einsatz sollte also wohlüberlegt sein.
  4. Denken Sie an das Authorship Markup, damit Google Ihr Autorenbild in den Suchergebnissen anzeigen kann. Solche Bilder können die Klickrate in den Suchergebnissen erhöhen.

Recherche der Themen und Zielgruppen

  1. Stellen Sie durch eine Recherche sicher, dass Ihr Thema nicht schon von jemand anderes bestmöglich beantwortet wurde. Ihr Content würde in dem Fall keinen Mehrwert enthalten, und der Erfolg wäre weniger wahrscheinlich.
  2. Schauen Sie sich erfolgreiche Beispiele für Content-Marketing an, um daraus Ihr eigenes Konzept abzuleiten.
  3. Ermitteln Sie im Falle einer SEO-Optimierung das zu erwartende Suchvolumen, um nicht mit dem erstellten Content auf Begriffe zu optimieren, die keiner sucht.

Erstellen des Contents

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Der Content ist fertig erstellt - und nun?
  1. Schreiben Sie entsprechend der Zielgruppe: Gerade in Nischenthemen kann es zudem spezielles Vokabular und Insider-Begriffe geben, die in den Texten angemessen und im richtigen Zusammenhang vorkommen sollten.
  2. Bleiben Sie bei einer einheitlichen Ansprache: Ein Wechsel zwischen „Du“ und „Sie“ kann die Besucher verwirren und die wahrgenommene Qualität der Inhalte verringern.
  3. Vermeiden Sie außerhalb von Fachartikeln die Verwendung von Fachvokabular, insofern es auch einfachere Synonyme gibt. Damit fördern Sie die Verständlichkeit des Textes.
  4. Achten Sie auf einheitliche Schreibung. Eine wechselnde Schreibung (zum Beispiel: Content-Marketing, Content-Marketing und Contentmarketing) kann unruhig und unprofessionell wirken.
  5. Qualität geht im Content-Marketing vor! Investieren Sie die Zeit, um wirklich guten Content zu schreiben. Hilfe hierzu erhalten Sie für Texte beispielsweise unter So schreiben Sie einen guten Text - eine Anleitung.
  6. Lockern Sie Ihre Texte durch Bilder, Infografiken, Listen, Zwischenüberschriften und weitere Elemente auf. Nutzer sollen Ihren Inhalt gerne lesen wollen.
  7. Auch bei SEO-Texten ist eine künstliche, schwer lesbare Anhäufung von Keywords zu vermeiden. Nicht nur straft Google diese Art von erstelltem Content bei übertriebener Nutzung mit Filtern und Algorithmen ab (zum Beispiel Panda), sondern Sie vergraulen sich vor allem Ihre Besucher! Nutzen Sie eine natürliche Sprache mit Stopwörtern (der, eine, zu, im, auf, …), grammatischen Anpassungen und Adjektiven. Anstelle von „Waschmaschine geräuscharm“ schreiben Sie zum Beispiel „eine Waschmaschine, die geräuscharm ist“ oder „eine geräuscharme Waschmaschine“.
  8. Verwenden Sie im Content zudem Begriffe, die im Zusammenhang mit Ihrem Keyword verwendet werden. Diese Optimierung ist auch unter den Begriffen „WDF*IDF-Optimierung“ oder „semantische Optimierung“ bekannt.
  9. Verwenden Sie keinen fremden Content. Auch auf Texte und andere Inhalte im Internet besteht ein Urheberrecht, weswegen Sie bei ungefragter Benutzung belangt werden könnten.
  10. Verwenden Sie Textausschnitte von bereits woanders vorhandenen Content nur mit Bedacht. Sinnvoll sind als solche ausgewiesene Zitate von anderen Quellen, insofern sie Ihren Content weiterbringen und der Großteil weiterhin ihr eigenes Werk ist. Vermeiden Sie abseits von Zitaten die Übernahme bereits vorhandener Texte: Weder Suchmaschinen noch Besucher freut es, sich wiederholende Textpassagen zu lesen.
  11. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Inhalt möglichst schnell erfasst werden kann. Besucher überfliegen einen Text oft erst, um zu entscheiden, ob die Inhalte lesenswert sind. Überschriften und Auszeichnung der wichtigsten Punkte in fett oder kursiv unterstützen dies.
  12. Vermeiden Sie Unterstreichungen. Diese werden als Links missverstanden.
  13. Für viele Textformen, wie zum Beispiel Berichterstattungen, sind es Benutzer gewohnt, am Anfang die wichtigsten Informationen zusammengefasst zu bekommen. Erst danach folgen weitergehende Infos.
  14. Eigentlich sollte es sich von selbst verstehen, aber: Jede Form von automatisch oder halbautomatisch generierten Texten, oder das bloße Austauschen von Wörtern aus erfolgreichen Texten, ist KEIN Content-Marketing.

Korrektur & Nachbearbeitung

  1. Planen Sie auch Zeit für eine Nachbearbeitung ein. Suchmaschinen wie Google werten eine nachträgliche Weiterbearbeitung positiv, und Ihre Besucher werden die Aktualität Ihrer Artikel schätzen.
  2. Kürzen Sie!: Ihre Besucher sind auf der Suche nach Informationen. Bieten Sie diese möglichst so umfangreich wie möglich, aber so kurz wie nötig, an.
  3. Denken Sie auch daran, Ihr Snippet für die Google Suchergebnisse zu optimieren.
  4. Eine interne Verlinkung auf weitere Inhalte zum Thema sorgt dafür, dass Ihre Besucher auf Ihren Seiten bleiben.
  5. Weisen Sie ebenfalls auf hilfreiche Quellen und Autoritäten außerhalb Ihrer eigenen Seiten hin, insofern die Verlinkung passend und hilfreich ist. Das zeigt Google und Ihren Besuchern, dass Sie sich mit dem Thema umfassend befasst haben.

Weiteres, nachdem der Text online ist

  1. Mit dem Schreiben und Onlinestellen ist es längst nicht getan: Zur Erfolgsmessung und zur Optimierung zukünftiger Kampagnen ist Monitoring unverzichtbar.
  2. Sobald Ihr Content online ist, können Sie das Seeding, also das „Streuen“ im Web, beginnen. Kontaktieren Sie zum Beispiel wichtige Influentials der jeweiligen Szene und fragen Sie nach deren Meinung. Teilweise werden Sie Kritik oder Verbesserungsvorschläge erhalten, die Sie dankbar umsetzen sollten, um die Qualität des Inhaltes weiter zu verbessern. Ist Ihr Content wirklich gut und hilfreich, kann durchaus der eine oder andere Link, Like oder eine sonstige Empfehlung von einer wichtigen Quelle entstehen.
  3. Quellen für das Seeding können Sie zum Beispiel über passende Suchanfragen bei Google ermitteln. Tipps erhalten Sie unter Sinnvolle Suchanfragen bei Google leicht gemacht.
  4. Verbreiten Sie Ihre Inhalte auch sozial: Twitter, Google+ und Facebook sind dabei nennenswerte Portale, insofern Sie bereits etablierte Accounts haben. Je nach Zielgruppe kommen Themenforen und weitere Netzwerke hinzu, die Sie bei der Recherche bereits gefunden haben sollten.

Tags zum Thema: content-marketing , marketing

Martina Kölsch

Martina ist als Online Marketing Managerin bei der mindshape GmbH für verschiedene Bereiche des vielseitigen Themas zuständig. SEO, SEA, Tracking und Conversion Optimierung sind nur ein Teil ihres Alltags, gerne schaut sie sich auch neue und (noch) nicht bekannte Bereiche an. Auch in Ihrer Freizeit testet sie schon einmal an eigenen Projekten, was in der Internetwelt möglich ist. 
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